  | Das Leben im Seminar ist zum einen geprägt von der theoretischen theologischen Ausbildung der Seminaristen an der Universität und zum anderen auch von dem Bemühen um die geistliche Reifung im persönlichen Gebet und in der Mitfeier der Liturgie der Kirche.
Täglich versammeln sich die Seminaristen zur Heiligen Messe in der Seminarkirche, um geistlich in den Tag zu starten und Gott in der Feier der Eucharistie für das Geschenk der persönlichen Berufung zu danken.
Neben der Messe ist auch die Einübung in das Stundengebet der Kirche ein zentraler Bestandteil des Gebetslebens im Haus, so dass die Seminaristen langsam in den täglichen Vollzug des Breviergebetes eingeübt werden, wie sie ihn bei der Diakonenweihe feierlich vor dem Bischof versprechen werden. Gemeinsam werden v.a. die großen Horen "Laudes" und/oder "Vesper", sowie das Nachtgebet, die "Komplet" gefeiert.
Nach dem gemeinsamen Frühstück besucht jeder Student individuell seine Vorlesungen an der Universität oder widmet sich dem Studium in der Seminarbibliothek oder seinem Zimmer.
Beim gemeinsamen Mittagessen steht der persönliche Austausch über die Ereignisse des Tages im Mittelpunkt. Der Nachmittag ist wiederum den Vorlesungen und Seminaren im Rahmen des Diplomstudiums gewidmet.
Abends treffen sich die Seminaristen in der Seminarkirche zum Beten der Vesper, gefolgt vom gemeinsamen Abendessen.
Nach einer kurzen Verschnaufpause werden je nach Wochentag verschiedene Programmpunkte angeboten: Bibelgespräch, Rosenkranz oder eucharistische Anbetung, Vorträge, Filmabende oder andere gesellige Veranstaltungen. Einige der Abende stehen natürlich auch zur freien Verfügung.
Ein- bis zweimal im Semester wird ein geistliches Wochenende – genannt "Recollectio“ – zu einem bestimmten Thema abgehalten. Es stellt eine kurze Auszeit während des Semesters dar und ergänzt die Exerzitien, eine Woche der Einkehr und des Gebetes, die am Beginn jedes Studienjahres stattfindet. |